Schlossbesichtigung
Die Wittelsbacher in Berchtesgaden

Das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift und frühere Residenz der Berchtesgadener Fürstpröpste ist seit 1810 Jagd- und Wohnschloss der Wittelsbacher. Seine heutige reiche Ausstattung verdankt es Kronprinz Rupprecht v. Bayern, der 1923-1933 mit seiner Familie hier lebte.

Zu den Sehenswürdigkeiten zählen der Romanischer Kreuzgang (um 1180), die zweischiffige Gotische Halle (vor 1400) mit bedeutender Skulpturensammlung süddeutscher Herkunft (15.-16. Jh.), darunter zwei Frühwerke von Tilman Riemenschneider. Die beiden Waffenkammern mit Rüstungen, Schwertern und prunkvollen Jagdgewehren, die Renaissancesäle (um 1500) mit Tapisserien (u. a. der älteste deutsche Schlachtenteppich), Bildnissen und Reliefs aus dem 15. und 16. Jh. Renaissanceportale, eines davon mit Marmorumrahmung aus der Schule des Loy Hering (1538). Umfangreiche Porzellansammlung des 18. und 19. Jh., Jagdtrophäen, Empire- und Biedermeiermöbel, Gemälde der Münchner Schule des 19. Jahrhunderts. Rosengarten mit Renaissancebrunnen.

Derzeit wird das Schloss zuweilen noch von Rupprechts Enkel Franz Herzog von Bayern als Nebenwohnsitz genutzt.

 

Führungen

Die Räume sind nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen, die sich über 30 Räume erstreckt. Diese werden ganzjährig angeboten. Vor und um Weihnachten bietet das Schloss Berchtesgaden Abendführungen an. Der Schein von gedimmten Lüstern und bis zu 800 Kerzen vermittelt dem Besucher eine besondere Atmosphäre. Während der Führung warten außerdem ein paar Überraschungen auf den Besucher. In der Vorweihnachtszeit gibt es besondere Adventsführungen mit weihnachtlichen Texten und Gesang. Das Schloss Berchtesgaden bietet außerdem eine Musikführung an, während der eine Sängerin in verschiedenen Räumen passende Musik vorträgt und so den Museumsbesuch lebendiger wirken lässt. Geboten werden Stücke von Mozart bis Sinatra.

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