Almbachklamm

Wildromantisches Naturerlebnis mit tosenden Wasserfällen, tiefen Gumpen und steilen Felswänden.

Die Almbachklamm am Fuße des Untersberg ist mit seinen zahlreichen Brücken und Stegen ein Naturschauspiel. Am Eingang der Klamm befindet sich die älteste Marmorkugelmühle Deutschlands. Hier werden seit 1683 Brocken aus Untersberger Marmor zu edlen Kugeln geschliffen. Die Kugelmühle wird vom Wasser des Almbaches angetrieben und bewegt einen Schleifstein aus Sandstein. Je nach Größe der Marmorbrocken dauert es bis zu einer Woche, bis eine Marmorkugel perfekt geschliffen ist. Kleinere Exemplare sind schon nach zwei Tagen fertig.

Der Ursprung des Wegebaus war die Fertigstellung der Theresienklause im Jahre 1836, eine 14 Meter hohe, 6 Meter breite und 17 Meter lange Staumauer zur Holzdrift. Dabei ist vor allem Brennholz bis 4,50 Metern Länge durch das enge Bachbett befördert worden. Hinter der Staumauer wurden bis zu 15.000 m³ Wasser aufgestaut, das sich nach dem Öffnen der Klause mit einem gewaltigen Schwall durch die Schlucht ergießt. Die Wassermassen reißen das in die Klamm geworfene Holz mit zum Ausgang der Klamm, wo ein hölzerner Rechen das angeschwemmte Holz auffängt. Bis 1963 wurde die Almbachklamm zur Holztrift genutzt.

Die Wanderung führt über 29 Brücken und Stege, 320 Stufen und einen in den Fels gesprengter Tunnel. Am Ende der Klamm zweigt sich der Weg in zwei Richtungen. Ein Weg führt zur Theresienklause und dann weiter nach Maria Gern, der andere nach Ettenberg zum Mesnerwirt. Das Ensemble von Kirche und Wirtshaus ist einer der markantesten Drehorte der ZDF Serie Lena Lorenz. Der Mesnerweirt spielt als „Almwirt“ eine tragende Rolle: Hier treffen sich die Protagonisten der Serie immer wieder.

In der Regel ist die Almbachklamm von Anfang Mai bis Ende Oktober geöffnet, witterungsbedingt können sich die Öffnungszeiten aber verändern. Das Schmelzwasser im Frühling oder Sommerunwetter können zudem kurzfristige Sperrungen verursachen.